Zweierlei Flammkuchen


Ja, der Herbst naht. Auch wenn man es angesichts der aktuellen Temperaturen kaum glauben mag. Aber wer sagt eigentlich, dass Flammkuchen nicht auch im Sommer ein super Essen sind? Und ich finde selbst kalt schmecken sie, zum Beispiel als Beilage zum Grillen, fürs Picknick oder für den Ausflug. Ich habe als Belag für meinen Flammkuchen einmal ganz klassisch Speck und Zwiebeln verwendet und einmal Räucherlachs und Dill. Im Herbst oder Winter ist dann die Variante mit Kürbis, Rosmarin und Ziegenfrischkäse dran. Den Teig mache ich mittlerweile selbst, denn er gelingt immer. Also bitte mal ausprobieren und die überteuerten Fertigteige ausm Supermarkt liegen lassen. Achja, hier noch eine Übersicht über den Fettgehalt von Schmand, Crème fraîche und Co, falls sich jemand fragt, warum sich für Flammkuchen Schmand am besten eignet und warum er nicht ersetzt werden sollte. Allen gemeinsam ist die Bezeichnung „Sauerrahmprodukt“, das heißt die Grundlage ist Sahne (Rahm), die mithilfe von Milchsäurebakterien sauer gemacht wird (fermentiert):

  • Saure Sahne (auch Sauerrahm): 10% Fett. Eigentlich nur für kalte Speisen, da sie ausflockt, wenn sie erhitzt wird! Also nix für Flammkuchen, der bei 250 Grad gebacken wird.
  • Schmand: 20% Fett. Ist stichfest und weit cremiger als Saure Sahne. Und vor allem milder und weniger säuerlich. Flockt nicht aus beim Erhitzen. Zwei Vorteile, wenn man Flammkuchen macht.
  • Crème fraîche: 30% Fett. Noch fetter als Schmand. Darf auch bis zu 15% Zucker enthalten. Flockt nicht aus.
  • Crème double: 40% Fett. Wird aber aus Süßrahm hergestellt und daher eher in Süßspeisen verwendet. Mehr Fett als „normale“ Sahne (30% Fett) und mehr als „Kaffeesahne“ (10%).

Der Flammkuchenteig muss nicht lange vor dem Belegen und Backen vorbereitet werden. Es reicht, wenn er 1-2 Stunden in Frischhaltefolie bei Zimmertemperatur ruhen kann. Hier die Rezepte und das leckere Ergebnis:

Zweierlei Flammkuchen

Zutaten für 2 Flammkuchen (ergibt 2 Blech)

500g Mehl Typ 550

250g Wasser

3 TL Salz

4 EL Traubenkernöl

300g Schmand

2 große rote Zwiebeln in feinen Ringen

80g Speckwürfel

150g Räucherlachs in Scheiben

1/2 Bund frischer Dill

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Für den Teig Mehl, Wasser, Salz und Öl in einer Schüssel vermengen. Mit den Händen oder einer Küchenmaschine zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Den Teig halbieren und jeweils zu einer Kugel formen und zusammen in Frischhaltefolie eingewickelt 1-2 Stunden ruhen lassen. Dann den Ofen auf 250 Grad stellen (Ober/Unterhitze). Ein Blech mit Backpapier auslegen und leicht bemehlen. Eine Teigkugel auf dem Blech dünn ausrollen, bis die komplette Blechgröße ausgenutzt ist. Teig mit 150g Schmand bestreichen und leicht salzen und pfeffern. Für den Zwiebel-Speck-Flammkuchen Zwiebelringe von einer Zwiebel gleichmäßig auf dem Blech verteilen, ebenso die Speckwürfelchen. In ungefähr 10 Minuten knusprig backen. Für den Räucherlachs-Flammkuchen die zweite Teigkugel ebenso auf einem Blech dünn ausrollen. Dann mit 150g Schmand und restlichen Zwiebelringen belegen. Nicht salzen und pfeffern (der Räucherlachs ist salzig genug). Den Räucherlachs noch NICHT vor dem Backen darauf geben! Das machen wir erst, nachdem der Flammkuchen gebacken wurde. Kurz vor dem Servieren mit frischen Dillspitzen garnieren.

Guten Appetit!

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