Uramaki-Sushi


Zum ersten Mal habe ich mich an selbstgemachte Sushi gewagt – allerdings unter Anleitung bei einem Sushi-Kochkurs. Wenn man aber ein paar Mal gesehen hat, wie es geht, ist das Sushi zu Hause herstellen gar kein Problem mehr. Gut, in der B-Note ist immer Luft nach oben. Das können natürlich Sushi-Master, die ihr ganzes Leben lang nichts anderes gemacht haben besser. Wen das Thema Sushi näher interessiert dem sei die super Dokumentation über Jiro Ono „Jiro und das beste Sushi der Welt“ (OT: Jiro Dreams of Sushi) ans Herz gelegt: dem 85jährigen (!) Sushi-Master Jiro Ono wird über die Schulter geschaut, wie er mit seinem Sohn ein Sushi-Restaurant in Tokio leitet, das mittlerweile die höchste Weihe von drei Michelinsternen bekommen hat. Und wer insgesamt einfach Lust bekommt, sich mit der japanischen Küche auseinanderzusetzen und nachkochbare Rezepte sucht, findet die in „Meine japanische Küche – Rezepte für jeden Tag“ von Stevan Paul (Hölker Verlag).

Als Sushi-Variante möchte ich euch Uramaki-Sushi vorstellen: der Reis liegt dabei außen und die Alge, das Nori-Blatt und die meisten Zutaten wie Gemüse und Fisch liegen innen. Meines Erachtens ist diese Rolle für Anfänger am besten geeignet, da man mit Frischhaltefolie arbeitet, die alles zusammenhält. Benötigt werden an Equipment noch eine Bambusmatte. Die Basis bildet Sushi-Reis, der mit verschiedenen Kressen, Kräutern, Blüten und Samen bestreut wird, als Gemüse/Frucht habe ich Gurke, Avocado und Mango verwendet, als Fisch kommen Garnelen ins Spiel. Der Fisch muss selbstverständlich in Sushi-Qualität sein – da müsst ihr eurem Fischhändler vertrauen oder bei der Deutschen See Fisch in Sushi/Sashimi-Qualität bestellen, der zum Rohverzehr geeignet ist. Man kann natürlich jeden Fisch nehmen, den man mag, sei es Thunfisch, Lachs, Garnelen- oder Krabbenfleisch, Saibling, Forelle… Und kleiner Tipp am Schluss: schaut euch ein Video an, wie man Uramaki macht z.B. dieses hier. Dann sieht das Ergebnis so aus:

Uramaki-Sushi

Zutaten für 4 Rollen

400g Sushi-Reis (Rundkornreis)

4 Noriblätter (getrocknete Nori-Alge)

2 EL Reisessig

2 TL Zucker

10g Salz

200g Garnelen (in Sushi-Qualität oder gegart)

1/2 Mango (in feinen Streifen)

1/2 Avocado (in feinen Streifen)

1/4 Gurke (in feinen Streifen)

Kresse z.B. Rote-Rettich-Kresse, grüne Gartenkresse

Kräuter z.B. Dillspitzen, Schnittlauch

Blüten z.B. getrocknete Kornblumen

Samen z.B. helle und schwarze Sesamsamen

nach Belieben eingelegter Ingwer, Sojasoße, Wasabipaste

Zubereitung

Für den Sushi-Reis den Reis in einem Sieb mehrmals unter fließendem Wasser waschen, um die Stärke abzuwaschen – das Wasser sollte am Ende ziemlich klar sein. Reis im Sieb 1 Stunde quellen lassen. 550ml Wasser in einen Topf gießen und den Reis dazugeben. Deckel aufsetzen. Einmal aufkochen, dann bei geringer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd ziehen und weitere 15 Minuten stehen lassen. Für die Würze Reisessig mit Zucker und Salz verrühren. Den Reis in eine große weite Schüssel, am besten aus Holz, geben und locker verteilen. Wenn er etwa handwarm abgekühlt ist mit der Würze beträufeln und dabei immer wieder wenden und lockern.

Mit feuchten Händen Reis auf ein Noriblatt geben und gleichmäßig ohne Lücken verteilen, dabei wenig andrücken! Den Reis mit den Kräutern, Kressen, Blüten und Samen nach Belieben bestreuen. Danach die Frischhaltefolie auf den Reis/das Noriblatt legen, etwas andrücken, dann mithilfe der Folie Noriblatt mit dekoriertem Reis umdrehen, belegen mit den obigen Zutaten, nämlich auf die Weise wie im Video zu sehen und dann mithilfe der Bambusmatte auf zweimal einrollen (dabei Folie nach dem ersten Andrücken lösen, damit sie nicht mit eingerollt wird, aber noch an der unteren Seite lassen). Ein sehr scharfes Messer mit einem Tuch befeuchten und mit langen Schnitten die Rolle schneiden, dann erst die Frischhaltefolie entfernen. Mit eingelegtem Ingwer, Wasabi und Sojasoße servieren.

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